Aktuelles

09.11.2022 – Mobilitätsbefragung in der Region Hannover starten

Im Rahmen des Forschungsprojekt Social2Mobility 2 werden in Langenhagen (Wiesenau) und Ronnenberg (Empelde) Bewohnerinnen und Bewohner per Online-Befragung zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt.

Im Projekt „Social2Mobility“ wird der Zusammenhang zwischen Mobilität und gesellschaftlicher Teilhabe erforscht. Die Befragung soll herausfinden, wie Menschen in der Region Hannover unterwegs sind und wie gut sie ihre alltäglichen Ziele erreichen können. Barrieren der Mobilität sollen festgestellt und Maßnahmen entwickelt werden, damit die Menschen in der Region Hannover leichter mobil sein können. Wir haben die Uni Kassel bei der Konzeption der Befragung unterstützt. Die Ergebnisse werden wir in die Weiterentwicklung des Verkehrsmodells der Region Hannover einfließen lassen.

Link: https://langenhagener-news.de/online-umfrage-wie-sind-menschen-unterwegs/#/

01.08.2022 – Einführung eines „Flextickes“ im GVH

Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für die Begleitung der Einführung eines „Flextickets“ im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) erhalten haben.

Ziel ist es, zum 1. Januar 2023 ein neues Tarifprodukt für Selten- und Gelegenheitskunden zu entwickeln und vorrangig im digitalen Vertrieb einzuführen. Die Maßnahme ist Teil des ÖPNV-Modellprojekts „MoHaWiV – Modellregion Hannover: Wendepunkt im Verkehr“. Wir übernehmen die Entwicklung des Tarifprodukts, das Monitoring der Produkteinführung und stellen Prognosen für die Einführung des Angebots im Regeltarif an.

15. Juni 2022 - Unser Beitrag beim PTV Anwenderseminar 2022

Wie können Verkehrsnachfragemodelle um einen sozialen Baustein zur Abbildung der speziellen Verkehrsnachfrage armutsgefährdeter Personen erweitert werden?

Unser Mitarbeiter Nicolai Meier berichtet, wie ein solcher Ansatz aussehen kann, welche Datengrundlagen hierfür notwendig sind und wie eine solche Erweiterung vor dem Hintergrund der sozialen Teilhabe an der Mobilität für die interdisziplinäre Planungspraxis umgesetzt werden kann.

Wir sehen uns beim diesjährigen Anwenderseminar der PTV vom 21. – 22. Juni in Frankfurt!

Link: PTV Mobility Anwenderseminar 2022

08. Juni 2022 - Unser Beitrag zum Aufbaukurs „Mobilitätsmanagement im Wohnquartier“

Unsere Mitarbeiterin Dr. Antje-Mareike Dietrich hat einen Seminarvortrag zu den Themen ÖV-Finanzierung und Tarifgestaltung gehalten.

Damit unterstützen wir das Projekt des Verkehrsclub Deutschlands „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“. Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende der Wohnungswirtschaft und wird gemeinsam mit der BBA Immobilienakademie und der EBZ Akademie angeboten. Am 24. August 2022 findet ein weiterer Veranstaltungstermin statt.

01. Juni 2022 - Erfolgreicher Projektabschluss des Forschungsprojekts Mobile Data Fusion

Drei Jahre lang hat die WVI als Konsortialführerin zusammen mit ihren Partnern ein System entwickelt, dass die Fahrgastnachfrage im ÖPNV automatisch ermittelt.

Bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung am 25. Mai 2022 mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr und dem Projektträger TÜV Rheinland wurden die Ergebnisse positiv aufgenommen. Das Konsortium setzte sich neben der WVI aus dem Nordhessischen VerkehrsVerbund NVV, dem Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Uni Kassel, der INIT GmbH aus Karlsruhe und der BLIC GmbH aus Berlin zusammen.

Methodisch basiert das Verfahren auf der Fusion von Zähldaten aus dem Automatischen Fahrgastzählsystem (AFZS) und mittels Sensorik erfassten WLAN- und Bluetooth-Signalen. Der NVV testet das System pilotweise.

Link: Pressemitteilung zum Projektabschluss

18. Mai 2022 - Aktuell und automatisch: Nachfragedaten für eine flexiblere ÖPNV-Planung

Unser Artikel in INTERNATIONALES VERKEHRSWESEN (72) 2/2022

Damit der ÖPNV seiner Rolle als Rückgrat der Verkehrswende gerecht werden kann, ist ein Umdenken in den Planungsabteilungen der ÖPNV-Anbieter erforderlich. Zentrale Aufgaben sind der Ausbau und die Flexibilisierung des Angebots. Dabei helfen aktuelle Nachfragedaten zu ÖPNV-Fahrgastströmen. Das Forschungsprojekt Mobile Data Fusion zeigt, dass solche Daten zukünftig für die Planungsprozesse bereitgestellt werden können. Auf diese Informationsbasis kann das ÖPNV-Angebot an den konkreten Bedarfen der Fahrgäste ausgerichtet werden.

13. Mai 2022 - ÖPNV-Ausbau: Finanzierung und Organisation als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen

Unser Artikel in DER NAHVERKEHR 05/2022

Um die steigenden Finanzmittel für den ÖPNV effektiv umzusetzen, bedarf es einer Neuausrichtung der vorhandenen Strukturen. Aufgaben- und Finanzierungsverantwortung von Bund, Länder und Kommunen sollten im Sinne des Konnexitätsprinzips eindeutig zugeordnet sein. Demnach obliegt dem Bund die Ausrichtung der Mobilitätspolitik. Die Länder tragen die Verantwortung für die Regionalisierung. Die Kommunen verantworten die Lokalverkehre. Die Integration aller Tarifangebote unter dem Dach von Landestarifen schafft zusätzliche Transparenz in Bezug auf die Einnahmensituation und eröffnet Perspektiven für einen vollintegrierten Deutschlandtarif.

 

03. Mai 2022 – Standardisierte Bewertung S-Bahnstation Hannover-Waldhausen

Die WVI hat den Zuschlag für die Bearbeitung und Begleitung der Standardisierten Bewertung für die geplante S-Bahnstation Hannover Waldhausen bekommen.

Die Region Hannover will mit der geplanten S-Bahnstation eine zusätzliche Verknüpfung zwischen SPNV und Stadtbahn schaffen. Hierzu sollen entsprechende Fördermittel für Investitionen in die Infrastruktur eingeworben werden. Die WVI unterstützt die Region Hannover und die DB mit der Erstellung der Standardisierten Bewertung unter Anwendung des Verkehrsmodells der Region Hannover.

Wir freuen uns auf die neuerliche Zusammenarbeit, da wir die Region bereits im Verfahren für die Stadtbahnverlängerung Hemmingen-Westerfeld entsprechend unterstützen durften (Inbetriebnahme der Stadtbahnverlängerung Hemmingen voraussichtlich in 2023).

28. April 2022 - Start des Forschungsprojekts Social2Mobility II

Zwei weitere Jahre untersuchen wir die Wirkung von Maßnahmen des Mobilitätsmanagements auf die soziale Teilhabe auf Grundlage des Verkehrsmodells der Region Hannover.

Die Ergebnisse der ersten Phase von Social2Mobility zeigen, dass Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität ein besonders großes Potential haben, die soziale Teilhabe armutsgefährdeter Personen zu erhöhen. Am 01.04.2022 ist das Folgeprojekt Social2Mobility II – Soziale Teilhabe und Fahrradmobilität ermöglichen gestartet, um die bereits entwickelten Maßnahmen langfristig in der Region Hannover umzusetzen und deren Wirkungen zu untersuchen. Das Projekt wird gemeinsam mit der Region Hannover sowie den Universitäten Kassel und Frankfurt am Main bearbeitet.

Link: Pressemitteilung zum Projektstart

22. November 2021 - Augsburger Mobilitätsplan

Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Arbeitsgemeinschaft Planersocietät - team ewen – WVI den Zuschlag für die Bearbeitung des Gesamtverkehrsplans Augsburg 2035 bekommen haben.

Ziel ist es, eine nachhaltige Mobilitätsstrategie für Augsburg zu entwickeln, die insbesondere die Ansprüche an die Klimaschutzziele der Stadt erfüllt.

Die WVI ist dabei schwerpunktmäßig für die Verkehrsmodellierung, die Analysen für Kfz-Verkehr und ÖPNV sowie die Erarbeitung und Bewertung der Zukunftsszenarien zuständig. Hier soll besonderen Wert auf die Ermittlung der Reduzierung die CO2-Emissionen gelegt werden.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Dortmund, Darmstadt und Augsburg für dieses spannende Projekt.

10. November 2021 - Verkehrsmodell Stadt Köln

Die Stadt Köln hat uns gemeinsam mit dem Büro SSP mit der Fortschreibung des Verkehrsmodells beauftragt.

Die Stadt Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) verfügen derzeit über jeweils eigene Verkehrsmodelle. Das Verkehrsmodell der Stadt Köln ist auf die Beurteilung von Maßnahmen im MIV ausgelegt, während das Verkehrsmodell der KVB auf den ÖPNV fokussiert ist. Die Modelle haben einen gemeinsamen Ursprung, sind aber im Verlauf der bisherigen Anwendungen auseinandergelaufen. Im Zuge der Fortschreibung sollen die Modelle wieder zusammengeführt werden.

Zusätzlich soll die Abbildung des Radverkehrs im Verkehrsmodell Köln ein stärkeres Gewicht bekommen. Das Modell soll deshalb des Radverkehr sowohl für die Nachfrageschätzung als auch für die Umlegungsrechnung als dritten Verkehrsträger neben MIV und ÖV beinhalten. Ebenfalls soll das fortgeschriebene Modell hinsichtlich der Abbildung des Wirtschafts- bzw. Güterverkehrs deutlich verbessert werden.

Dabei wird das Programmsystems PTV-VISUM und als Methode der Nachfrageschätzung das Modul VISEM aus PTV-VISUM für den privaten Personenverkehr angewendet. Für den Wirtschaftsverkehr werden die Modelle SSP-InterTrans und SSP-RegioTrans verwendet.

Das Verkehrsgeschehen wird für den Analysezeitpunkt 2018 und den Prognosezeitpunkt 2035 berechnet.

 

25. Oktober 2021 - Mobilitätsstation Braunschweig-Bienrode

Wir erarbeiten derzeit im Auftrag der Stadt Braunschweig gemeinsam mit dem Büro BPR Hannover ein Konzept für eine Mobilitätsstation am geplanten SPNV-Haltepunkt.

Im Rahmen der Stationsoffensive des Investitionsprogramms „Niedersachsen ist am Zug 3“ werden in den nächsten Jahren mehrere SPNV-Haltepunkte in Braunschweig reaktiviert. Dazu gehört auch ein Haltepunkt südlich der Ortschaft Bienrode. Der geplante Haltepunkt stellt einen wichtigen Baustein hinsichtlich der verkehrlichen Erschließung dieses Stadtbezirks dar und wird Impulse zur Entwicklung des Gewerbegebietes rund um den Forschungsflughafen hervorrufen.

23. September 2021 - Radverkehrszählungen im Großraum Braunschweig

Trassenfindung Radschnellwege Braunschweig - Wolfenbüttel/Salzgitter

Die WVI führt derzeit im Auftrag des Regionalverbandes Großraum Braunschweig umfangreiche Radverkehrszählungen als Grundlage für die anschließende Trassenermittlung der geplanten Radschnellwege zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel bzw. Salzgitter durch.

 

28. August 2021 - Multimodale Kunden brauchen ein flexibles Angebot - Hilft die Digitalisierung dem ÖPNV weiter?

Unser Artikel in DER NAHVERKEHR 04/2021

In der Pandemie gewinnen die Digitalisierung und Individualisierung als gesellschaftliche Trends stark an Bedeutung. Bereits heute nutzen zwei Drittel der ÖV-Kunden regelmäßig unterschiedliche Verkehrsmittel. Zukünftig sollte der ÖPNV die Bedürfnisse dieser multimodalen Kunden gezielt adressieren und sein Angebot flexibler gestalten. Dabei helfen ihm die umfangreichen Daten, die bei der Nutzung digitaler Angebote anfallen. Das Forschungsprojekt „Mobile Data Fusion“ zeigt, dass dadurch stetig aktuelle Quelle-Ziel-Informationen abgeleitet und für die Angebotsplanung nutzbar gemacht werden können.


22. Juli 2021 - Infektionsgefahr bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs am Beispiel von SARS-CoV-2

Artikel in der Straßenverkehrstechnik Ausgabe 4/2021

Der ÖPNV muss pandemieresistent werden und das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen. Den Grundstein dafür legt verlässliches Wissen über die Infektionsgefahr im ÖPNV. Erste Studien zeichnen dabei ein vorsichtig optimistisches Bild. Der Einfluss verschiedener voraussichtlich relevanter Einflussfaktoren wie Kontaktzeit, Schutzmaßnahmen oder Belüftung der Fahrzeuge wird derzeit noch diskutiert. Um die Infektionsgefahr durch aerosolübertragene Erkrankungen besser abschätzen zu können, wurde – aufbauend auf den aktuellen Erkenntnissen – ein wahrscheinlichkeitstheoretisches Modell erstellt. Die Infektionsgefahr ergibt sich dabei aus dem Produkt der Kontaktwahrscheinlichkeit mit Infizierten sowie mit der Wahrscheinlichkeit einer konkreten Infektion. Neben dieser mathematischen Betrachtungsweise zeigt sich, dass psychologische Einflussfaktoren die Risikoeinschätzung der Fahrgäste beeinflussen: Zum aktuellen Zeitpunkt wird die Infektionsgefahr in Bus und Bahn voraussichtlich überschätzt. Der Fachbeitrag bildet den Auftakt für ein BMVI-gefördertes Forschungsprojekt zur Entwicklung von Maßnahmen für einen pandemieresistenten ÖPNV, das von der Universität Kassel initiiert wurde.

 

Autoren: Univ.-Prof. Dr.-Ing. C. Sommer; M. Sc. M. Reiserer; M. Sc. P. Wollnitza, Kassel